Durchhaltepost
Grüße von Draußen
18.–27. Juni
Donnerstags bis Sonntags
von 16.30 bis 18 Uhr
Am Sandtorkai 27
2. Boden c/o „M28 Hoch2“
20457 Hamburg
Speicherstadt
Künstlerpostkarten
in Zeiten der Pandemie




Das Projekt
Die Hamburger Künstlerin Friederike Schulz ist leidenschaftliche Kartenschreiberin. Für sie ist der persönliche Gruß auf dem Postweg ein essenzieller Bestandteil der Freundschaftspflege.
Als es im März 2020 zum ersten Lockdown kam, fing Friederike Schulz an, Durchhaltepost an geliebte Menschen zu schicken: gebastelt aus Postkarten, umgeklebt, ergänzt, beschriftet, bemalt. Grüße nach Draußen in absurden Zeiten: geschlossene Kulturstätten, Schulen, Kaufhäuser, Sporteinrichtungen – etwas bis dahin schier Unvorstellbares geschah. Ein paar Monate zuvor hätte jede*r gelacht, hätte man ihnen erzählt, was auf unsere Welt zurollen würde.
Als im Juni der Sommer über das Land zu ziehen begann, war die Pandemie zwar im Tragen von Masken noch irgendwie präsent, doch es kehrte eine Art Normalität zurück – mit Einschränkungen, aber Möglichkeiten gemeinsamer Treffen und Aktivitäten. Und als es im Herbst erneut zum Lockdown kam, hoffte man noch, dass er von kurzer Dauer sein würde …
Zu Beginn der zweiten Welle im November rief die Hamburger Künstlerin Nicole M. Pasqualino ihre Freunde bei Facebook dazu auf, an einer Kunsttauschaktion teilzunehmen: Ansichtskarte gegen Ansichtskarte, limitiert auf 10 Personen.
Friederike Schulz war sofort begeistert dabei und freute sich wahnsinnig über die Kunstpost. Sie fand, dass man die Aktion ausweiten sollte und begann, ihr bekannte Künstler*innen per E-Mail anzuschreiben: mit der Bitte, ein Original zu schicken. Nicht im Umschlag, sondern ganz klassisch als Postkarte mit sichtbarer Adresse, Text und Briefmarke – so, dass die Reise Spuren auf dem Kunstwerk hinterlassen würde. Format, Material und Technik waren freigestellt.
Weder Grenzen noch Pandemien können die Wege der Kunst aufhalten. Einschränken: ja, aber nicht aufhalten!
Die Schließung diverser Institutionen hat dazu geführt, dass wesentliche Bestandteile der Vermarktung eigener Werke wie Ausstellungen oder Kunstmessen sowie der oft so benötigte direkte menschliche Austausch über Monate untersagt oder nur sehr eingeschränkt möglich waren. Doch hinter all den verschlossenen Türen brodelt und denkt es weiter.
Ausstellende Künstler*innen:
Kirill Abdrakhmanov, Berlin / Sigrid Bauer, Hamburg / Paolo Bello, Solagna, Italien / Jan Berghuis, Den Haag, Niederlande / Resi Bönig, Hamburg / Martin Bronsema ,Hamburg / Max Erl, Regensburg / Nils Franke, Leipzig / Rayk Goetze, Leipzig / Simon Hehemann, Hamburg / Jan Helbig, Hamburg / Jule Kruschke, Hamburg / Matthias Kulcke, Glückstadt / Jörg Kupke, Sontheim / Yaeko Kurimata, Tokio, Japan / Arne Lösekann, Hamburg / Dr. Ursula M. Lücke, Linz, Österreich / Jan Mammey, Leipzig / Barbara Meier, Fuerteventura, Spanien / Rainer Mordmüller, Bremen / Lucretia Morony,, New York, USA / Berit Mücke, Leipzig / Sebastian Neeb, Berlin / Nicole M. Pasqualino, Hamburg / Jens Rausch, Hamburg / Gabrielle Regnault, Ivry-sur-Seine, Frankreich / Felizitas Schäfer, Hamburg / Wanja Schäfer, Hamburg / Nicole Scherrer, Basel, Schweiz / Sebastian Schrader, Berlin / Fx Schroeder, Hamburg / Friederike Schulz, Hamburg / Ava Smitmans, Tübingen / Katja Staats, Buchholz / Thomas Tannenberg, Hamburg / Carsten Uhlig, Lauenburg / Adriana van Dongen, Goch / Michiel van de Laar, Vught, Niederlande / Marie Vanesse, Nyons, Frankreich / Daniel Viviani, Hamburg / Kathrin von Ow, Leipzig